Landlergeiger - Volker Derschmidt und Familie

Der Landler am Wundersberg

Am Samstag ging es wie angekündigt zum Ursprung des „Landlers“ in Krenglbach. Prof. Volker Derschmidt und Familie, allesamt begeisterte Landler-Geiger haben uns aufgespielt und im Anschluss erfuhren wir einige interessante Fakten über den früher sehr beliebten und verbreiteten Volkstanz.

Mit dabei war auch Heimathistoriker Alfred Herrmüller, der uns erzählte, dass es vor etwa 100 Jahren die „Wundersberger Kameradschaft“ gab, die sich dem Landler verschrieben hat. Die Aufnahme aus dem Jahr 1928 zeigt die Mitglieder, die aus dem Drei-Gemeinden-Eck Gunskirchen, Krenglbach und Pichl stammten. Die Wundersberger Kameradschaft war eine seinerzeit weit über die engeren Grenzen hinaus bekannte Tanzgruppe, die besonders durch ihren Landler auffiel, bei dem selbstgedichtete Achtzeiler zu bestimmten Themen oder aktuellen Anlässen zum Besten gegeben wurden.

Bei einem Auftritt beim Welser Volksfest 1928 gewannen die „Wundersberger“ übrigens den 1. Preis! Ein weiteres besonderes Merkmal waren die guten Landlergeiger, die den „Wundersbergern“ aufspielten: der Schmidinger Franz Ammer, der seine musikalische Lehrzeit beim Krenglbacher Josef Schönmayr absolviert hatte. Beide gelten als hervorragende Vertreter ihres Faches. Auf dem Foto sind links Franz Ammer, rechts Franz Einberger aus Sulzbach in Pichl zu sehen. Beide mit den typischen aus Fellen gefertigten Geigensäcken.

Landler Kameradschaft Wundersberg 1928

Landler Kameradschaft Wundersberg 1928

Live am Wundersberg:Volker Derschmidt und FamilieLandlergeiger

Gepostet von ÖVP Krenglbach am Samstag, 26. Oktober 2019

Der Landler verlor durch Hervortreten neuerer Tanzformen stark an Bedeutung. Der Forschungsarbeit und dem erfolgreichen Wirken zur Weitergabe des Wissens durch die Familie Derschmidt ist es hauptsächlich zu verdanken, dass letztlich die Bedeutung dieses Kulturgutes wieder gestiegen ist.

Vielen Dank Alfred Herrmüller für die Daten, Fakten und einen Großteil der Inhalte in diesem Text

Großen Dank auch an Alois Beker, der alles bildlich festgehalten hat.

Die Sonne drang erst am Rückweg vollständig durch den Nebel, der die ersten Grüße vom Herbst sandte. Beim Oberndorfer Wirt kamen wir noch auf einen gemütlichen Ausklang zusammen.

Über Vorschläge, welchen Ursprung wir nächstes Jahr untersuchen sollen, freuen wir uns!

Hier die Bilder von der Wanderung