Gerald – von Linz nach Krenglbach

Geboren und aufgewachsen in der Stahlstadt in einem Ortsteil mit recht dörflichem Charakter, mochte ich das verbindliche Miteinander, das das Landleben ausmacht, schon immer. Die Entscheidung 2009 nach Krenglbach zu ziehen war irgendwie logisch. Meine Exfrau ist hier aufgewachsen, ich kannte den Ort durch die Besuche bei meiner Tante und sie war es auch, die uns dann ihr Haus verkauft hat. Beruflich war ich noch etwas länger in Linz, meine Etappen waren nach der Matura die Austria Tabak, Siemens, der väterliche Betrieb und dann 2001 der Schritt in die Selbständigkeit, der ich bis heute treu geblieben bin.

Arbeit und Lernen gehen für mich immer Hand in Hand, das Leben ist nicht Arbeit, die Arbeit gehört aber zum Leben und wenn es eine ist, die erfüllt, kann sie das Leben in vielerlei Hinsicht bereichern. Aus Schwierigkeiten kann man zumindest immer etwas lernen und man geht stärker daraus hervor. Das sind keine Floskeln, das sind Erfahrungen die ich machen durfte.

Mein Sohn wurde 2010 geboren, ein echter Krenglbacher, und natürlich ist er mein ganzer Stolz. Wenn ich heute mit ihm spreche, wird mir oft bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Gerade hielt ich noch ein Baby auf dem Arm, gefühlt kurze Zeit später, war die Volksschule auch schon wieder vorbei und ein neuer Lebensabschnitt stand bevor.

Gerald 2021

In Krenglbach

Mein Engagement in Krenglbach begann, als ich 2011 die Webseite Krenglbach.info gestartet habe. Ich wollte selbst mehr über den Ort erfahren, da war es nur ein kleiner Schritt, hier auch ein wenig zu publizieren. Facebook war damals noch nicht dermaßen bestimmend wie heute, aber Krenglbach.info gibt es heute noch und wir sind aktiver denn je.

Die erste Aktion, bei der ich mich sehr für Krenglbach eingesetzt habe, war die Verhinderung des Autobahnparkplatzes im Ort. Ich habe damals die Pressekonferenz einberufen und die Unterschriftenaktion auf den Weg gebracht. Es war ein gutes Gefühl, sich für den Ort stark zu machen und wenn das Engagement dann noch von Erfolg gekrönt wird, freut man sich natürlich.

Nach der Wahl 2015 übernahm ich als Fraktionsobmann auch das Amt als Gemeindevorstand für die ÖVP Krenglbach. Von Beginn an, suchte ich den Konsens und die Zusammenarbeit auch mit anderen Fraktionen. So ist es uns bald gelungen, den Ortsrufbus KATI in seiner heutigen Form zu etablieren und ihn in einer neuen skalierbaren Kostenstruktur nachhaltig für die Bürger zu erhalten.

Generell ist die Arbeit für die Gemeinde geprägt durch gute Gespräche auf professioneller Ebene. Sich aufeinander verlassen zu können und auch kritischen Gesprächen nicht auszuweichen, zahlt sich immer aus, besonders in der Kommunalpolitik. Wenn man sich am Ende des Tages die Hände schüttelt kommt das wesentlich besser, als das sprichwörtliche Messer im Rücken. Zusammenarbeit schreibe ich groß, das wissen alle, mit denen wir in der aktuellen Legislatur Projekte und Konzepte realisiert haben. Ich danke Euch allen dafür!

Als mich 2016 Bürgermeister Zeismann fragte, ob ich den Sportverein übernehmen würde, war das für mich eine große Herausforderung. Zum einen waren sofort Menschen da, die ein politisches Taktieren vermuteten, was natürlich alleine wegen dem großen Aufwand, den dieses Amt erfordert schlichtweg Unsinn ist. Ich habe dann zugesagt, weil die Frage eben vom politischen Mitbewerb kam und damit natürlich eine politische Absicht ausgeschlossen werden kann. Alle die bei unseren Sitzungen und Aktivitäten dabei waren wissen, dass Politik ganz sicher nie ein Thema war in der Vereinsführung. Meine Kontakte habe ich natürlich genutzt, wenn es darum Ging, den Vorhaben für den Verein den Weg zu ebnen.

In den Jahren, die ich dem Verein als Obmann vorstand, konnten wir ca 180.000 € an Förderungen für den SVK lukrieren und auch entsprechende nötige Bauvorhaben realisieren. Sponsoren haben uns unterstützt, das Land Oberösterreich und natürlich auch die Gemeinde. Das wichtigste war, dass im Verein alle an einem Strang zogen und zusammenhielten. Die Eigenleistung ist und bleibt gewaltig bei großen Projekten.

Es hat sich auch gezeigt, dass die gute Basis für Gespräche, die ich mir mittlerweile gemeinsam mit den Teams in Verein und Partei aufgebaut habe, sich an allen Fronten auszahlt. Der persönliche Umgang mit den Menschen ist es, der die gute Zusammenarbeit überhaupt erst ermöglicht.

Der SVK ging auch gut durch die Corona Krise, weil alle Sektionen, alle Funktionäre und alle aktiven Mitglieder sich im Miteinander bewiesen haben. Der Teamgeist ist im Vereinsleben noch wichtiger als in anderen Bereichen, gerade wenn die Größe des Vereins es bereits schwierig macht. Dafür kann ich euch, liebe Leute im SVK nicht genug danken!

Corona war für viele Vereine im Ort eine harte Zeit. Ich habe im Kulturausschuss eine Versammlung der Vereinsverantwortlichen abgehalten, bei der uns Steuerberater Dietmar Sternbauer dankenswerter Weise bei den Förderanträgen für die sehr gute NPO Förderung unterstützt hat. Auch unser Bezirksparteiobmann hat sich für diese Förderung stark gemacht, wir haben diesbezüglich sogar ein Video in Krenglbach gedreht, da wir mit dem Sportverein als gutes Beispiel für die Vereine in Oberösterreich voran geschritten sind.

Der Glasfaserausbau war eine weitere Etappe, die Krenglbach dringend benötigte. War der Ortskern gut entwickelt, fehlte in den Randgebieten die Anbindung in einer hohen Qualität teilweise komplett. Mit den neuen Leitungen, die LinzNet gerade verlegt und jenen, die die Firma Normann im Zentrum ausbaut, gibt es in Krenglbach in Zukunft Top-Lebensqualität mit einer Top-Netzanbindung.

Die wichtigsten „Baustellen“ die noch anstehen sind der Verkehrslärm und die Verkehrssicherheit und natürlich Betriebsansiedelungen. Das sind Bürgermeister-Themen und mit Eurer Stimme gehen wir diese demnächst an – ich danke Euch jetzt schon dafür!

Geralds Collage

Apropos, warum kandidiere ich?

Viele Menschen fragen mich, warum ich kandidiere. Die Frage kommt meistens in einer Form wie „Wieso tust du dir das an?“. Ich habe nicht das Gefühl, hier irgendeinen Job zu übernehmen, den keiner will, ich mache das richtig gerne. Menschen zuhören, Herausforderungen erkennen, Lösungen suchen, Meinungen einholen, Experten fragen und dann Strategien entwickeln – das ist Arbeit, die zutiefst erfüllt. Es ist ein schönes Gefühl, den Menschen zur Seite zu stehen, sich für eine gemeinsame Sache einzusetzen.

Einmal ist es ein Verkehrsspiegel, ein andermal ein Kanaldeckel und dann gibt es die großen Projekte, wie Verkehrssicherheit, hier z.B. die Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Krenglbach hat mir viel gegeben. Ihr alle hier seid Nachbarn, Bekannte und einige von Euch sind auch zu Freunden geworden. Ihr alle habt ein freundliches Wort parat, wenn wir uns begegnen, einen guten Ratschlag, wenn ich nach einer Lösung suche, ihr seid Heimat, ihr seid mein zu Hause für mich.

Ich kandidiere, weil ich mich revanchieren will. Krenglbach braucht entschlossenes Handeln und jemanden an der Spitze, der schwierige Verhandlungen anpackt. Mein Team und ich – und ich kann euch sagen, es ist ein großartiges Team – werden nicht zögern, die Themen aufzuarbeiten, die seit langem aufgeschoben wurden. Das geht nicht alleine, wir können nur mit Zusammenarbeit erreichen, was für uns alle eine gute Zukunft sichert.

Das sind keine leeren Worte, wir haben schon in den letzten 6 Jahren gezeigt, dass wir nicht nur von der konstruktiven Zusammenarbeit sprechen. Wie man in den Wald ruft, so kommt es zurück, sagt man im Volksmund. Das Sprichwort stimmt zu 100%. Wir haben weder gestichelt noch auf den politischen Mitbewerb eingeprügelt. Sachliche Kritik muss immer erlaubt sein, auch wir stellen uns dieser. Denn ein Mehr an fundierten Meinungen, sorgt letztlich für bessere Entscheidungen. Lesen Sie die Zeitungen nach, wenn Sie mir nicht glauben – die ÖVP Krenglbach ist eine Gemeinschaft des Miteinanders.

Wer mich kennt und mit mir gearbeitet hat weiß, dass ich Entscheidungen treffe, nachdem ich mit den Beteiligten gesprochen habe, dass ich Fragen stelle, wenn diese gestellt werden müssen und wenn es um Mehrheiten geht, auch diese vertrete, selbst wenn sie nicht meiner unmittelbaren Meinung entsprechen.

Ich arbeite generell nicht nach der Uhr sondern bis etwas erledigt ist. Auch das wissen jene, die mich erlebt haben – dann wird eben über Nacht noch ein neues Konzept geschrieben, spätabends noch ein Meeting abgehalten oder einfach alles noch einmal überarbeitet. Oft fehlt einfach eine zusätzliche Sichtweise, ein andermal ist der Grundansatz nicht optimal. Meistens findet sich ein Weg, er ist nur nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen.

Ich zitiere gerne Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.“ – die Handlung ist das, was uns weiter bringt. Veränderungen müssen wir akzeptieren, wir müssen sie aber auch planen und in einer strukturierten Weise angehen. Zukunft geschieht nicht, Zukunft wird gemacht. Krenglbach sieht heute ganz anders aus als vor 20 Jahren und es wird in 20 Jahren auch nicht mehr so sein wie es heute ist. Was bleiben und in einigen Bereichen dringend besser werden muss,  sind die Lebensqualität und die nachhaltige Planung, damit auch unsere Kinder in diesem unserem Ort eine Heimat, ein zu Hause haben, in das sie gerne zurückkehren.

Gehen wir den Weg gemeinsam, holen wir das Beste raus für Krenglbach. Eure Stimme ist bei uns in guten Händen. Miteinander gestalten wir die Zukunft – ich lade Euch herzlich ein!

Geralds Collage